TEDDYS kreativ

2017-03-31 08:00:56

Krampus & mehr

Ausgabe 03/17

Spannende Designs von Adelheid Grimm

Als sich Adelheid Grimm dazu entschloss, Künstlerbären zu fertigen, stellten sich schnell Erfolge ein. Schließlich brachte sie als gelernte Modedesignerin das notwendige Rüstzeug mit und ihre Designs überzeugten in der Szene. Vor allem ausgefallene Schnitte, wie die der gruseligen Krampusse sind in der Szene beliebt.

Adelheid Grimm war schon immer begeistert von Design – auch von dem der Teddys, die sie bei ihren beiden Töchtern bewunderte. Diese Bären inspirierten sie dazu, selber zu Nadel und Faden zu greifen. „Meine Tochter, die damals in Bayern lebte, war meine größte Kritikerin“, erinnert sich die Künstlerin schmunzelnd. „Nur durch ihre Begleitung konnte ich meine eigenen Kreationen erschaffen.“ Es waren keine herkömmlichen Bären. Adelheid Grimms Teddys hatten einen offenen Mund samt Gebiss oder waren mit Stickereien verziert. „Sie waren anders oder wie eine Kollegin mal sagte: typisch grimmbaeren.“

Altes Fieber

Doch das Bärenmachen reichte der Künstlerin nicht. Sie betätigte sich zur Abwechslung als Autorin. Zwischenzeitlich verkaufte sie jedoch die meisten ihrer Bären, sodass sie direkt vor einer Ausstellung ohne Teddys dastand. „Selbst meine in verschiedenen Wettbewerben nominierten Bären samt Urkunde wechselten in dieser Zeit den Besitzer“, erinnert sich die Künstlerin lächelnd. Die Messe musste sie dennoch nicht absagen, denn das Teddybär-Fieber hatte sie aufs Neue gepackt und sie kreierte viele neue Plüschgesellen.

Eine ganz besondere Teddygattung ist die der Krampusse. Der Krampus ist eine Gestalt des Adventsbrauchtums, wie er speziell im Ostalpenraum gelebt wird. Dem Mythos nach handelt es sich um eine Schreckgestalt, die den Heiligen Nikolaus begleitet. Inspiriert wurde die Künstlerin durch Veranstaltungen und Festumzüge, bei denen diese Figur thematisiert wurde. „Gruselig sollten meine Krampusse aussehen. Das war mein Anspruch. So entstanden 60 bis 70 Zentimeter große Gruselgesellen, die als besonderen Clou einen Lachsack anstelle einer Brummstimme enthalten.“

Vielfalt

Doch es sind nicht nur Bären, die Adelheid Grimms Atelier verlassen. Auch Katzen, Hunde, Eis- und Waschbären sowie rote Pandas entstehen unter den Händen der Künstlerin. „Das Material bestimmt das Motiv“, erklärt sie. „Wenn ich Stoffe oder Wolle sehe, entsteht das Design in meinem Kopf von selbst.“ Bei der Wahl des Materials ist Adelheid Grimm nicht festgelegt. „Ich arbeite mit allem, was mir in die Finger kommt“, sagt sie lachend.
Gleiches gilt auch für ihre Accessoires. Sie müssen den Charakter des Bären unterstreichen, worum es sich dabei dann handelt, ist eigentlich nebensächlich. Daher liebt die Künstlerin Flohmärkte. „Egal was ich da entdecke, alles kann ich irgendwann mal verwenden. Ich habe mittlerweile eine große Kiste voll Materialien und beim Durchsuchen entscheide ich, was passen könnte.“

Unterwegs

Alle Bären und Tiere von Adelheid Grimm sind Unikate. Das ist der Künstlerin besonders wichtig und dafür wird sie von ihren Fans geschätzt. Veranstaltungen besucht sie nur sporadisch. In diesem Jahr können die Besucher der ­TEDDYBÄR ­TOTAL die grimmbaeren in Münster live erleben – natürlich auch die ausgefallenen Krampusse.

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Tobias Meints

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