Die Teddykünstlerin Katja Hindrichs im Porträt

Gehäkeltes Glück

13. Juni, 2019 - Kategorie: Aktuell, Teddy- und Plüschtierwelten
Die Teddykünstlerin Katja Hindrichs im Porträt

Dem Rheinländer an sich wird ja die berüchtigte Frohnatur nachgesagt – und die spiegelt sich auch in den farbenfrohen und liebevoll gestalteten Teddys von Katja Hindrichs wider. Die gehäkelten Bären der 54-Jährigen sind bunt und nicht gerade konventionell. Doch das macht sie eben aus. Sie strahlen Lebensfreude und Glück aus – zaubern jedem Betrachter ein Lächeln ins Gesicht. Was die Künstlerin inspiriert, berichtet sie in dieser Ausgabe.

Bereits seit zehn Jahren fertigt ­Katja Hindrichs ihre Bären an. „Wie es die Zeit zulässt – mal mehr oder mal weniger Bären“, berichtet die Künstlerin. Zum Teddymachen ist sie eher durch Zufall gekommen. „Ich bin ein sehr kreativer Mensch, der gerne alles ausprobieren möchte.“ Und so eben auch das Teddy machen. Dabei sind ihre Bären nicht schon immer gehäkelt worden. Begonnen hat die Künstlerin damit, Bären aus unterschiedlichen Stoffen zu nähen. Da sie aber gerne mit Wolle arbeitet, fing sie an, ihre Teddys in verschiedenen Größen zu häkeln. „Diese sind zwischen 14 und 20 Zentimetern groß. Je nach Garn und Wolle, das verwendet wird, variiert die Größe etwas.“ Die meisten ihrer Bären sind dabei aus Strumpfwolle gehäkelt, die Kleidung wird, bis auf wenige Ausnahmen, mit dünnem Baumwollgarn oder Strumpfwolle gehäkelt oder gestrickt.

Liebevolle Details

Doch nicht nur das Bärenmachen, auch das Sammeln der Plüschgesellen begeistert Katja Hindrichs. Sie bezeichnet sich selbst als „leidenschaftliche Sammlerin von Teddybären aller Art. Von klein bis groß ist alles dabei.“ Bei ihren eigenen Teddys hat sie sich bis jetzt jedoch nur an Bärchen gewagt – doch vielleicht darf man sich bald auch auf andere Tiere freuen. „Bislang habe ich nur Bären gehäkelt, aber wer weiß? Ein Hund würde mich schon reizen“, so Katja Hindrichs.

Dabei ist bei ihren Bären alles selbst gemacht. Jedes Kleidungsstück ist selbst gehäkelt und gestrickt. „Von Kopf bis Fuß mache ich alles an meinen Teddys selbst. Und das mit sehr, sehr viel Freude und Begeisterung.“ Das sieht man den kleinen Glücklich-Machern auch an. Liebevoll und detailreich sind die Bären gestaltet und übertragen ihre positive Energie direkt auf ihre Betrachter. Dabei wird die Bekleidung in allen Größen hergestellt, maßgehäkelt oder -gestrickt für jeden einzelnen Bären. „Auch nach Wunsch der Kunden.“ Bis einer der Bären dann fertig gestellt ist, kann schon etwas Zeit ins Land gehen. „Für einen Bär benötige ich in etwa zehn bis 20 Stunden. Und wenn ich etwas anfange, kann ich dabei schon mal die Zeit vergessen.“

Ideengeber

Dabei scheint es nicht so, als ob im Leben der Bärenmacherin sonst Langeweile aufkommen würde. Neben den Teddys liebt Katja Hindrichs Tiere, ist verheiratet, widmet sich Handarbeiten, dem Zeichnen und Lesen. Doch dem nicht genug – sie ist außerdem freie Dozentin und Autorin für die Laudius, Akademie für Fernstudien. „Ich habe sehr viele Freude an der Arbeit“, sagt sie. Denn, wie könnte es anders sein, hat sie einen Fernlehrgang mit dem Titel „Modernes Häkeln“ geschrieben. Auf Wunsch der Teilnehmer wird dieser Lehrgang gerade noch einmal von der Bärenkünstlerin erweitert. „So viel verrate ich schon: Ein Lernheft wird sich mit Amigurumi und deren Kleidung beschäftigen.“

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