Teddys in der Werbung – Teil 3

Postkartenidylle

5. Juni, 2015 - Kategorie: Aktuell, Antik & Auktion
Teddys in der Werbung – Teil 3

Keine Figur hat so schnell einen Platz in allen Bereichen des Lebens eingenommen wie der Teddybär. Nicht nur Gebrauchsgegenstände und Bücher wurden in ihrer Gestaltung durch ihn beeinflusst. Um 1907 gab es in Amerika mehr als 400 urheberrechtlich geschützte Teddylieder. Darüber hinaus war er natürlich ein gerngesehener Werbeträger – zum Beispiel auf Reklamemarken und Postkarten.

In der Zeit bis zum Ersten Weltkrieg verbreitete sich der Teddybär in Deutschland rasant. Sowohl in Form von Plüschbären zum Spielen als auch auf den sehr beliebten Reklame­marken. Etwas größer als Briefmarken, waren sie wesentlich farbenfroher als die Postwertzeichen, was ihre Beliebtheit begründete.

Historisches

Man bekam Reklamemarken beim Krämer geschenkt, wenn sie für bestimmte Waren warben, oder sie wurden zu bestimmten Anlässen verteilt. Auch Parteien und Spendensammlungen warben mit ihnen. Man konnte damit Briefe zukleben und verzieren, oder man sammelte sie.

Es gab mehr Reklamemarkensammler als Sammler von Briefmarken. Die Zahl der kleinen bunten Papierstückchen ist riesig und die Gestaltung sehr abwechslungsreich, da sich nicht nur anonyme Gebrauchsgrafiker, sondern auch seinerzeit bekannte Künstler mit ihrer Ausführung befassten. Traten auf den frühen Bildchen noch Naturbären bei menschlichen Tätigkeiten auf, wechselte mit der Zeit das Abbild der Bären deutlich zur Form von Teddybären, bis die Marken auch für den Teddy­bären selber Werbung machten.

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