Schönes aus Wolle: warabi’s filztiere

Selbstversorgerin

11. Oktober, 2013 - Kategorie: Aktuell, Teddy- und Plüschtierwelten
Schönes aus Wolle: warabi’s filztiere

Die gebürtige Japanerin Sachiko Zimmermann-Tajima stellt in ihrer Werkstatt im ländlichen Mecklenburg-Vorpommern auf gekonnte Weise Tierfiguren aus Filz her. Der Clou: Die Wolle dafür stammt zum größten Teil von den eigenen Gotlandschafen.

Seit die Künstlerin Sachiko Zimmermann-Tajima im Jahr 2007 nach Deutschland gezogen ist, hält sie gemeinsam mit ihrem Mann Martin in ihrer Wahlheimat unweit der mecklenburgischen Seen­platte ­Gotlandschafe. Die stark gewellte Wolle der unkomplizierten und robusten Tiere ist zum Filzen besonders gut geeignet.

Schmusewolle

Das deutsch-japanische Ehepaar hat jedoch noch keine Ahnung von dieser wunderbaren Möglichkeit der Wollverwertung. „Nach der alljährlichen Schur standen wir vor einem Haufen Wolle und wussten nicht, was wir damit anfangen sollten“, erklärt die Künstlerin schmunzelnd.

Dann kommt Sachiko Zimmermann-Tajima auf einer Kreativ-Veranstaltung mit dem Thema Filzen in Berührung. Sofort ist sie fasziniert von dieser Form der Handarbeit. Filzen bietet der jungen Frau nicht nur eine Möglichkeit, ihren künstlerischen Ambitionen nachzugehen, sondern ist gleichzeitig eine perfekte Lösung für das „Wollproblem“.

Nahtlos

Die Stofftiere, die sie in der Folge unter dem Label „warabi’s filztiere“ (entstanden aus dem Namen walabi, der japanischen Bezeichnung für „kleines Känguru“) konzipiert, werden ausschließlich mit der Nadel gefilzt. Mit einem tollen Effekt – denn solcherart hergestellte Modelle erscheinen sehr figürlich und lebensecht. Der entscheidende Vorteil: Im Gegensatz zu herkömmlichen Stofftieren haben sie keinerlei störende Nähte.

Bei warabi’s filztiere ist alles Handarbeit. Nach der Schafschur muss der Ertrag zunächst gereinigt und gewaschen werden. Auch das erledigt Sachiko Zimmermann-Tajima, die freiberuflich als Beleuchterin und Lichtdesignerin tätig ist, eigenhändig. „Ich habe großen Spaß am Beobachten von Tieren aller Art und versuche meine Erkenntnisse in Filz umzusetzen und bildlich zu machen“, sagt die kreative Frau.

Tier-Porträts

Alle Tiergestalten, die in ihrer Werkstatt entstehen, sind Unikate. Neben den Figuren, die Sachiko Zimmermann-Tajima nach ihren Beobachtungen oder aus ihrer Fantasie fertigt, stellt sie auch Auftragsarbeiten her. Meist sind es Hundebesitzer, die sich ein dreidimensionales Porträt ihres Lieblings wünschen. Die Kunden sind begeistert, denn der geschickten Kunsthandwerkerin gelingt es, Exemplare aus Filz zu produzieren, die eine verblüffende Ähnlichkeit mit dem lebenden Vorbild aufweisen.

Diese Arbeit an den Haustierporträts ist für Sachiko Zimmermann-Tajima jedes Mal ein Highlight. „Die eigene Zufriedenheit über ein gelungenes Filzobjekt wird durch die Freude der Besitzer ­intensiviert und vollkommen. Es ist einfach großartig.“

Obwohl die kleine, originelle Filzwerkstatt im sogenannten „Storchendorf“ Mestlin ansässig ist, gehört der Storch (noch) nicht zum Sortiment von warabi‘s filztiere. Trotzdem ist es ein bunter Reigen der Tierarten, den die Familie Zimmermann-Tajima auf den verschiedenen Messen und regionalen Kunsthandwerkermärkten präsentiert. Ein fester Termin ist die TEDDYBÄR TOTAL in Münster: Dort schlägt die große Stunde ihrer Bären, die in puncto Kunstfertigkeit und Wirkung den anderen Filztieren aus den Händen von Sachiko Zimmermann-Tajima in nichts nachstehen.

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