Marion Sohlnauers Yuschel-Bären

Jetzt wird’s bunt

17. Oktober, 2015 - Kategorie: Aktuell, Teddy- und Plüschtierwelten
Marion Sohlnauers Yuschel-Bären

Ein großer, dunkelbrauner Bär, dessen Körper bereits so abgeliebt war, dass er einen Strampelanzug tragen musste und ein kleiner Plüschgeselle aus hellem Plüsch waren die liebsten Kinderspielzeuge von Marion Sohlnauer. Ihre Leidenschaft für Stofftiere hat sie sich bis heute bewahrt und kreiert seit zwölf Jahren unter dem Label Yuschel-Bären Teddys nach eigenen Schnitten.

Ihre ersten Gehversuche in der Bärenszene unternahm die in Eckernförde geborene Marion Sohlnauer Anfang der 1990er-Jahre. Sie kaufte sich eine Bastelpackung und nähte ihren Debüt-Teddy. Es machte Spaß, ein Hobby wurde daraus jedoch erst später. Nach einer längeren Nähpause entstand in ihrem Atelier der erste Bär nach eigenem Schnitt. Sophie heißt das kleine Kunstwerk. „Mit ihren hochgezogenen Schultern, Hockeyarmen und zu dünnen Beinen, hat sie einen Ehrenplatz neben Benjamin, meinem ersten selbstgenähten Bären, in der Vitrine mit den besonderen Bären.“

Nicht spezialisiert

Marion Sohlnauer ist eine Allrounderin und hat sich auf keinen Teddytyp spezialisiert. „Mein kleinster Bär misst 5,5 Zentimeter, mein größter 60 ­Zentimeter“, erklärt die Künstlerin Stolz. „Ich liebe es, mit Farben und Stoffen zu experimentieren. Es gibt Yuschel-Bären aus Mohair, Alpaka, Ministoff und Plüsch, aber auch aus Jeansstoff, Seide, Polster-, Baumwoll- und Dekostoffen. Ich sehe einen Stoff und habe eine Idee für einen Bären.“ Weitere Inspirationsquellen sind für die Künstlerin neben Reisen auch Begegnungen mit Menschen und Tieren. „Leider fehlt es meist an der Zeit, die Ideen kurzfristig umzusetzen“, erläutert sie. „Deswegen führe ich ein Ideenbuch.“

Jeder Yuschel-Bär hat seine eigene ­Persönlichkeit, jeder ist ein Unikat. Das ist der Künstlerin sehr wichtig. Gleiches gilt fürs Zubehör: „Accessoires müssen zum Bären passen“, erklärt ­Marion Sohlnauer. „Meine klassischen Bären bekommen höchstens eine Schleife oder ein Glöckchen um den Hals. Andere tragen Federhütchen, Ohrringe oder eine Stola. Manche haben sogar Wimpern.“ Bei der Kleidung ist für die Bärenmacherin Weniger stets Mehr. Sie kommt zum Einsatz, aber nur, wenn sie zum Bären passt und immer noch genug vom Pelz zu sehen ist.

Die gelernte Wirtschaftsinformatikerin hat mittlerweile Bären in mehr als 70 unterschiedlichen Designs genäht und hofft, dass sie ihrem liebsten Hobby noch lange nachgehen kann. „Ich habe einen Schrank voller Stoffe und den Kopf voller Ideen.“

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