Fudgel, der Knuddelteddy

Zottelbär

21. April, 2016 - Kategorie: Aktuell, Kreativ
Fudgel, der Knuddelteddy

Ein liebes Gesicht und ein unglaublich langes Fell sind die Markenzeichen von Fudgel aus dem Atelier von Barbara-Ann Bears. Die bekannten britischen Bärenmacher Barbara und Andy Cunningham haben exklusiv für TEDDYS kreativ eine ausführliche Schnittanleitung für diesen niedlichen Teddyjungen verfasst. Darüber hinaus gibt es eine ganze Reihe von Tipps und Tricks.

Das Schnittmuster auf Pappe aufkleben oder einlaminieren und ausschneiden. Anschließend die Teile auflegen und mit einem Gelstift auf das Mohair aufzeichnen. Dabei den Fadenlauf beachten. Nun mit einer scharfen Schere ausschneiden. Den Flor nicht beschädigen. Alle zusammengehörenden Teile nun rechts auf rechts legen und auf der aufgezeichneten Linie mit ganz kleinen Rückstichen zusammennähen. Eine Nahtzugabe von 6 Millimeter ist enthalten. Tipps: Verwenden Sie starkes Knopfgarn zum Vernähen von Öffnungen, zum Annähen des Kopfes und zur Befestigung der Augen und der Ohren. Wenn mit der Nähmaschine gearbeitet wird, 8 Stiche pro Zentimeter einstellen. Die Säume zwecks Festigkeit doppelt vernähen und anschließend sorgsam auf beiden Seiten kontrollieren. Für die Pfotenballen: Ich benutze stets zwei Lagen Stoff für die Ballen der Pfoten. Die Schnittmuster dafür auf den Filz legen, rundherum anzeichnen, dann das Teil herumdrehen und noch einmal anzeichnen. Nun rund um einen Block von vier aufgezeichneten Ballen grob ausschneiden. Das Filz wird anschließend umgeschlagen, sodass immer zwei der aufgezeichneten Teile aufeinanderliegen. Diese dann zu einem zweilagigen Ballen rundherum innerhalb der angezeichneten Umrisse vernähen. Anschließend können diese doppelten Ballen ausgeschnitten werden. Ich habe bei Fudgel Wollfilz benutzt. Dieser hat ebenfalls eine Florrichtung, die beachtet werden muss.

Näharbeiten

Ohren und Schwanz: Je zwei ausgeschnittene Ohrenstücke auf links aufeinander heften. Dabei darauf achten, dass sich die kleinen X-Markierungen, die zuvor anhand des Schnittmusters aufgezeichnet wurden, am gleichen Ende befinden. Nun nur um die runden Kanten vernähen. Anschließend wird das Ohr auf rechts gedreht. Überstehende Kanten nach innen falten und mit Matratzenstich und festem Garn vernähen und verknoten. Das restliche Garn nicht abschneiden, dieser wird später dazu verwendet, das Ohr am Kopf zu befestigen. Beim Schwanz wird ebenso verfahren

Körper: Die beiden linken Seiten zusammenheften und an der Markierung entlang vernähen. Dabei aber die beiden markierten Öffnungen – eine größere am Rücken und eine kleinere an der Oberseite – frei lassen. In letztere kommt später das Gelenk für den Kopf. Löcher für die Gelenke an den Markierungen durchstechen. Nun die linke vordere Körperhälfte auf die linke hintere Hälfte von A nach B vernähen. Ebenso mit der rechten Seite verfahren. Nun beide Seiten zusammennähen und dabei besagte Löcher für die Gelenke frei lassen. Anschließend auf rechts drehen.

Arme: Einen der Ballen auf die Innenseite des Arms nähen, dabei auf die richtige Seite achten. Nun die beiden Seiten zusammenstecken, an der Markierung vernähen und an der Oberseite eine Öffnung lassen. Das Loch für das Gelenk wie angezeichnet durchstechen. Nun auf rechts drehen und das 30-mm-Gelenk einfügen. Fest, aber nicht zu fest stopfen (ich habe Plastikkügelchen in den Pfoten und Polyester-Wolle im restlichen Arm verwendet). Anschließend die übrige Öffnung per Matratzenstich schließen. Das Ganze beim anderen Arm wiederholen.

Beine: Zwei Fußteile aufeinander stecken und rundherum vernähen, beginnend am Spann bis zu den Zehen. Die Fußsohle muss offen bleiben. Nun den Fußballen in der Mitte der Länge nach falten und auf der innenliegenden Seite die Richtungen von Ferse und Zehen markieren. Nun den Fußballen an den eben markierten Stellen festnähen. Dabei nicht tiefer als die Saumzugabe einstechen. Nun noch einmal mit der Nähmaschine vernähen. Dadurch bekommt der Fuß eine schönere Form. Auf der Rückseite des Beins eine Öffnung mit zirka 40 mm Länge lassen. Nun die beiden Füße genau ansehen und entscheiden, welcher der rechte und welcher der linke Fuß ist. Nun an den markierten Stellen auf der Innenseite der Füße durchstechen und anschließend den ganzen Fuß auf rechts drehen. Nun die 35-mm-Gelenke einfügen. Fest stopfen (ich benutze Kunststoffkügelchen für den Fuß und Polyesterfüllung für den Rest) und mit Matratzenstich rundum vernähen.

Kopf: Die beiden Kopfteile aufeinander heften und von der Nase bis zum Nacken an der Markierung vernähen. Das Mittelteil an den Kopfseiten festnähen, beginnend bei der Nase hin zum Nacken. Eine Seite nach der anderen bearbeiten und dabei aufpassen, dass kein Flor in die Naht gerät. Nun den Kopf auf rechts drehen und die Nähte auf ihre Stabilität hin prüfen. Dann den Kopf fest stopfen, vor allem die Nase. Darauf achten, dass sich keine Klumpen bilden. Wenn der Kopf nun zufriedenstellend gestopft ist, kann das Gelenk an der Halsöffnung platziert und rundherum festgenäht werden.
Fertigstellung

Körper: Zunächst Löcher für die Gelenke hinter den seitlichen Nähten einstechen. Die Löcher für die Armgelenke sollten dabei ungefähr so platziert werden, dass noch ein Daumenbreit Platz zwischen ihnen und dem Kopf des Bären übrig bleibt. Die Löcher für die Beingelenke sollten ungefähr 35 bis 40 mm oberhalb der Schrittnaht angesetzt werden. Darauf achten, dass das Gesicht nach vorne zeigt und der kleine Buckel hinten liegt. Nun Arme und Beine auf die gleiche Weise befestigen. Wichtig ist dabei, dass Beine und Arme auf gleicher Höhe wie ihr Gegenstück angebracht werden. Darauf achten, dass keine Stofffasern in die Gelenke gelangen.

Stopfen: Den Buckel, den Nacken, die Schultern und den Hüftbereich fest stopfen und auch darauf achten, dass das Stopfmaterial um die Gelenke reicht, damit diese fest sitzen. Den Bauch mit Kunststoffkügelchen füllen und den Rücken mit Polyesterwatte. Nun noch die verbleibenden Öffnungen mit Matratzen­stich schließen.

Kopf: Das Fell an den gezeigten Stellen mit einer scharfen Schere stutzen. Nun die Puppenmachernadel mit gut 45 Zentimeter Knopfgarn in der gleichen Farbe wie das Mohair auf der Oberseite der Schnauze einstechen. Die Oberseite der Nase nun zusammendrücken und mit Nadel und Faden immer wieder rundherum nähen. Dabei die Nadel immer gut 6 Millimeter vom Einstich wieder austreten lassen. Dies so oft wiederholen, bis noch zirka 10 Zentimeter Garn übrig bleiben. Nun einen simplen Knoten machen und die Seiten der Schnauze zusammenziehen, sodass ein kleiner Kamm beginnend bei der Stirn entsteht. Nun im Zickzack-Stich diesen Kamm fixieren und immer wieder von links nach rechts und wieder zurück über die Schnauze nähen. Dabei immer wieder darauf achten, dass die Einstiche symmetrisch sind. Nun die beiden Fadenenden doppelt verknoten. Das hört sich alles sehr kompliziert an, aber Übung macht auch hier den Meister.

Ohren: Die Ohren seitlich am Kopf positionieren und feststecken. Anschließend mit Matratzenstich annähen. Dabei die Fäden verwenden, die beim Vernähen der Ohren übrig gelassen wurden.

Augen: Die Augen zunächst polieren, sodass kein Staub und kein Fett auf ihnen haften. Nun ein langes Stück des extra starken Knopfgarns (zirka 46 Zentimeter) abschneiden, durch die Augenösen schieben und verknoten. Nun zwei Löcher für die Position der Augen stechen und dabei aufpassen, dass keine Naht beschädigt wird. Die Position noch einmal genau prüfen. Nun werden die Augen mit einer langen Nadel festgenäht: Dabei wird die Nadel nun an der Position der Augen eingestochen und am Hinterkopf wieder herausgeführt. Beim zweiten Auge ebenso verfahren. Dabei soll die Nadel beim Zweiten ungefähr 5 mm neben dem Austrittsloch des ersten herauskommen. Nun die Augen fest in den Kopf drücken und gleichzeitig am Hinterkopf den Faden mit drei Knoten fixieren. Dabei gegebenenfalls helfen lassen. Nun wird der Faden erneut eingefädelt und die Nadel noch einmal durch den Kopf gestochen. Letztendlich wird der Faden an anderer Stelle noch einmal verknotet.

Nase: Die Nase entsprechend der Abbildungen sticken. Zunächst mit den Umrissen beginnen. Sofern eine mehrfarbige Nase geplant ist, sollte mit dem hellsten Faden begonnen werden und erst nach und nach dunklerer aufgezogen werden. Der dunkelste Faden wird dann auch für den Mund benutzt. Manchmal können Stecknadeln hilfreich sein, um den Faden um diese herumzuwickeln und damit die perfekte Position von Nase und Mund zu erreichen.

Diesen Artikel...
Kennen Sie schon?
PUPPEN & Spielzeug
Reise der Buchstaben
Puppen-Preisführer 2011