Francesca Standkes Liebe zu Teddybären

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6. August, 2012 - Kategorie: Aktuell, Teddy- und Plüschtierwelten
Francesca Standkes Liebe zu Teddybären

Teddys begleiten Francesca Standke bereits seit ihrer Kindheit und auch als erwachsene Frau hat sie sich ihre Leidenschaft für die plüschigen Gesellen bewahrt. Auf die Idee, selber einen Bären zu fertigen brachte sie eine Freundin, die sie zum Besuch einer Fachmesse überredete. Dieses Ereignis markiert die Geburtsstunde ihrer Schönblickbären.

.Schönblickbären: Diesen Namen trägt das Label von Francesca Standke. Woher die Bezeichnung stammt? Ganz einfach, die Künstlerin lebt in der Straße Am Schönblick in ­Cadolzburg, einem Ort in Mittelfranken. Auf die Idee Bären nach eigenen Vorstellungen und Maßstäben zu fertigen, kam sie durch eine Freundin, die sie vor mittlerweile neun Jahren mit auf eine Teddymesse in Nürnberg nahm. Hier kaufte sie ihre erste Bastelpackung. Das Ergebnis war nicht perfekt, hatte aber das gewisse Etwas. Paul war geboren und wurde zum Maskottchen der Bayerin.

Autodidaktisch

Bastelpackungen und Fremdschnitte befriedigten Francesca Standkes Ansprüche nur kurzzeitig. Schon bald reichten ihr die Kits nicht mehr aus. So kam es, dass sie sich an eigenen Schnittmustern versuchte und vieles ausprobierte, bis ein für sie typischer Schönblick-Stil deutlich wurde. Einen Kurs oder Workshop hat die Bären­macherin während dieser Zeit nie besucht, sondern einfach ihr Talent für Handarbeit mit ihrer Neugierde und dem ihr ­eigenen Perfektionismus gepaart. Die ­kreative Ader zieht sich wie ein roter Faden durch Francesca ­Standkes Leben. ­Neben ihren zwei kleinen Kindern gilt ihr größtes Interesse dem Sticken, Häkeln und Dekorieren.

Als hauptberufliche Zahntechnikerin arbeitet sie täglich mit vielen Materialien wie Kunststoff, Gips, Metall oder Wachs. Außerdem modelliert sie Zähne oder Zahnspangen für kleine Kinder. Wenn sich ihr Arbeitstag dem Ende entgegen neigt und beide Kinder friedlich schlummern, kann sich die Künstlerin dem Bärenmachen widmen.

Step by step

Die Ideen für neue Teddyschnitte bekommt Francesca Standke oft spontan: nachts im Bett oder auch, wenn sie ihrem Sohn Geschichten von Bären vorliest. Niedliche Petze mit großen Nasen und Füßen haben es ihr dabei immer besonders angetan und diese Merkmale finden sich daher auch stets bei den Schönblickbären. Die Künstlerin arbeitet ausschließlich mit hochwertigen Materialien wie Mohair, Alpaka, Cashmere, Longpile und Glasaugen sowie einer Füllung aus Schafwolle und Granulat.

Nach zwei bis drei Tagen konzentrierter Arbeit ist er dann fertig – der neue Schönblickbär. Eine sorgfältige Verarbeitung ist Francesca Standke sehr wichtig und sie motiviert sich stets selbst. Der kleine Bär soll schließlich perfekt werden. Jeder Teddy wird mit großer Liebe, Detailtreue und auch stets einem eigenen Charakter gefertigt. Die Ergebnisse können sich sehen lassen und erfreuen sich einer immer weiter wachsenden Fangemeinde. Einige der Schönblickbären sind Unikate, andere entstehen in Kleinserie mit maximal zehn Geschwistern. Zwischendurch fertigt Francesca Standke auch mal ganz andere Kreationen wie Bienen, Hasen, Katzen und Igel.

Jetzt und morgen

Francesca Standke verdankt ihrer Freundin, die sie 2003 zum Besuch der Teddymesse überredete, viel. Durch die Kunst hat die Bayerin eine Betätigung gefunden, bei der sie ihrer Fantasie freien Lauf lassen kann. Sie experimentiert gerne mit den vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten und Stilen. Vor allem schätzt sie den Kontakt zu den zahlreichen ­Adoptiveltern ihrer Schönblickbären.

Ihr Fleiß und Ehrgeiz wurden bereits belohnt. Im Jahr 2007 belegte sie beim „Gläsernen Teddybär“ den zweiten Platz. Der Preis wird vom Online-Magazin Kuscheltiernews vergeben. Auch in Zukunft möchte sie mit ihren pelzigen Schützlingen an Wettbewerben teilnehmen und ihre Bären natürlich auch auf Messen vorstellen, um möglicherweise noch viel mehr Menschen mit dem Bärenvirus zu infizieren.

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