Festivals in Neustadt & Sonneberg

Gemeinsam stark

3. Juni, 2016 - Kategorie: Aktuell, Szene
Festivals in Neustadt & Sonneberg

Gemeinsamkeiten verbinden. Manchmal mehr, manchmal weniger. Im thüringisch-fränkischen Landstrich zwischen der „Bayerischen Puppenstadt“ Neustadt bei Coburg und der „Weltspielzeugstadt” Sonneberg, im Zentrum der traditionsreichen Spielzeugstraße von Erfurt im Norden bis Zirndorf bei Nürnberg im Süden, sind es Teddys, Puppen und Spielzeug, die für ein gemeinsames kulturelles Erbe sorgen. Einmal im Jahr – zum Internationalen Teddy- und Puppenfestival – wird allgegenwärtig an diese große Tradition erinnert.

Vor dem Ersten Weltkrieg wurde alleine im Raum Sonneberg etwa ein Fünftel der global gehandelten Spielwaren gefertigt. Und das weitgehend in Heimarbeit. Doch die großen, bedeutenden Verleger, die für den Vertrieb der kunstvollen Produkte in alle Welt verantwortlich zeichneten, waren vor allem in und um Sonneberg ansässig. Dementsprechend prachtvoll sind viele der erhaltenen Häuser und Fertigungsstätten, die vom früheren Wohlstand der Stadt Zeugnis ablegen. Und wenngleich der Zahn der Zeit und die deutsche Teilung sichtbare Spuren hinterlassen haben, verbindet die Menschen in der früheren innerdeutschen Grenzregion ein großes gemeinsames Erbe, das während des Internationalen Teddy- und Puppenfestivals gefeiert wird.

Jede Menge los

Flohmärkte, Sammlerbörsen, Betriebsbesichtigungen, Preisverleihungen, Muse­umstouren: das Programm ist so bunt und vielfältig wie das Thema Teddy­bären. So nutzen Bärenfreunde aus aller Welt die Gelegenheit, bei den immer noch in der Region ansässigen Manufakturen vorbeizuschauen. Teddy-Hermann, Martin Bären und Hermann Spielwaren gewähren Blicke hinter die Kulissen. Sammler antiker Kostbarkeiten kommen vor allem in der Galanterie von Familie Zitzmann sowie verschiedenen Trödel- und hochwertigen Flohmärkten auf ihre Kosten. Und wer sich für aktuelle Künstlerbären interessiert, der darf die Börsen in Neustadt und Sonneberg nicht verpassen und kann sich bei Händlern wie Haida direct mit neuem Material eindecken.

Nachdem in der Vergangenheit noch so manche innere Hürde zu überwinden war, besann man sich in diesem Jahr verstärkt darauf, verbindende Elemente zwischen den beiden Festival­zentren zu betonen. So wurde beispielsweise ein Shuttlebus eingerichtet, der Sammler und Selbermacher zu den verschiedenen Event-Locations brachte. Individuelle Transfers und unerquickliche Parkplatzsuche konnten so entfallen. Ein Service, der sich bewährt hat und möglichst zum festen Bestandteil kommender Festwochen werden sollte. Genauso wie der Geist der Zusammenarbeit, von dem am Ende alle Beteiligten profitieren. Die Organisatoren und vor allem auch die Besucher. Denn Gemeinsamkeiten verbinden schließlich.

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