Ehrengast

Zum Nachnähen: Rudi, der TEDDYS kreativ-Jubiläumsteddy

7. April, 2010 - Kategorie: Aktuell, Downloads, Kreativ
Ehrengast

Der TEDDYS kreativ-Jubiläumsbär Rudi wurde in liebevoller Handarbeit nach einer Idee von Monika Wenzel hergestellt. Rudi ist zirka 32 Zentimeter groß und fünffach gegliedert. Dank einer ausführlichen Anleitung kann der Jubiläumsteddy nachgearbeitet werden. Und damit er auch wirklich komplett ist, gibt es die Anleitung für seine Geburtstagskleidung, inklusive der Schlackenkappe, auf den nächsten Seiten gleich mit dazu.

Alle Schnittteile werden mit den entsprechenden Markierungen auf Pappe übertragen. Die ausgeschnittenen Körperteile werden nun den Pfeilen zufolge in Fadenrichtung auf den Stoff gelegt und mit einem wasserfesten Stift (zum Beispiel Gelstift) umrandet. Dann sind die Teile mit einer scharfen Schere mit 5 Millimeter Nahtzugabe vorsichtig auszuschneiden, ohne dabei den Flor zu verletzen oder abzuschneiden.

Rechts auf rechts

Die jeweils zueinander passenden Teile (siehe die entsprechenden Buchstaben) werden rechts auf rechts gelegt und – damit nichts verrutscht – in Abständen von zirka 2 Zentimeter mit Stecknadeln schräg zum Fadenlauf zusammengesteckt.

Zuerst werden die beiden Kopfseitenteile im Kinnbereich (Kinn-Naht) aufeinander gelegt, gesteckt und genäht. Danach ist das Kopfmittelteil einzusetzen und zwar von der Mitte aus (obere Kinn-Naht) erst die rechte Hälfte, danach die linke Hälfte, gesteckt und dann genäht.

Stecken und nähen

Nachdem die Abnäher geschlossen und genäht wurden, die beiden Körperteile rechts auf rechts legen und wie oben beschrieben, stecken und nähen, wobei auf die Stopföffnung am Rücken zu achten ist. Für die Arme sind zunächst die Pfoten einzunähen, dann wieder die entsprechenden Teile rechts auf rechts zu legen und wie oben beschrieben zu stecken und zu nähen. Dabei auf die Stopföffnung achten.

Bei den Beinen die entsprechend zusammengehörigen Teile rechts auf rechts legen und wie oben beschrieben, stecken und nähen. Dabei auf die Stopföffnung achten. Dann jeweils zwei Ohrteile rechts auf rechts legen und die obere Rundung wie oben beschrieben stecken und nähen. Die untere gerade Öffnung dient zum Umdrehen des Ohrs, die später mit Matratzenstich geschlossen wird.

Lage für Lage

Wenn der Kopf fertig genäht ist, wird er fest gestopft, zuerst die Schnauze, damit man später eine schöne Nase sticken kann. Wenn der Kopf fertig gestopft ist, am Halsrand einen reißfesten Faden einreihen. Nachdem das Gelenk (auf den Splint wird erst eine Metallbeilage, dann eine Pappscheibe gesteckt) in die Hals­öffnung gelegt wurde, den Faden fest anziehen, etwas kreuzförmig gut vernähen und verknoten. Der herausragende Splint wird oben in die Mittelnaht des Körpers gesteckt (vorher mit einer Aale ein Loch vorstechen). Auf den Splint, der nunmehr im Inneren des Körpers zu sehen ist, wird wiederum erst eine Metallbeilagen-, dann eine Pappscheibe gelegt. Jetzt sind mit einer Rundzange die Enden des Splints jeweils fest zur Schnecke zu drehen.

In den Gliedmaßen ist die Reihenfolge der Scheiben-Anordnung umgekehrt als im Körper. Das heißt in den Gliedmaßen wird auf den Splint erst die Metall-, dann die Pappscheibe gesteckt, im Körper kommt erst die Papp-, dann die Metallscheibe, bevor die Splinte zur Schnecke gedreht werden.

Aufgefüllt

Für die Beine zunächst jeweils die Sohlen einnähen, das Bein auf die rechte Seite drehen und bis mehr als zur Hälfte stopfen (je nach gewünschter Beweglichkeit mehr oder weniger fest). Dann ein Gelenk in entsprechender Größe wie am Kopf in die jeweilige Markierung, die man beim Aufzeichnen auf den Stoff vorgegeben hat, einsetzen (siehe auch Einsatz des Gelenks im Kopf). Dazu wird wiederum mit einer Aale in die Markierung gestochen und wie beim Kopf ist das Gelenk (Splint, Metall- und Pappscheibe) einzufügen beziehungsweise entsprechend einzusetzen. Der Splint zeigt nach außen. Unbedingt Aufpassen, dass die Füße in die richtige Richtung zeigen. Danach wird das Bein bis zum oberen Rand gefüllt und mit Matratzenstich sauber verschlossen. Das jeweilige Bein am Körper an der markierten Stelle in gleicher Weise wie den Kopf befestigen.

Nach dem Nähen mit den Armen wie bei den Beinen verfahren, das heißt Gelenke in die vorgegebenen Markierungen setzen und bis zur Stopföffnung füllen. Dabei auf gleichmäßiges Stopfen achten und mit Matratzenstich verschließen. Dann die Arme – auf gleiche Weise wie die Beine – am Körper befestigen.

Feinarbeit

Wenn jetzt alle Körperteile montiert und am Körper angebracht sind, kann er gestopft und an der Stopföffnung mit Matratzenstich vernäht werden. Mit sehr dünnem Stickgarn mehrmals über die entsprechende Nasenform (es kann aus unterschiedlichen Nasenformen gewählt werden) sticken, bis sich ein gleichmäßiges Bild ergibt. Dieser Vorgang ist entscheidend für das Aussehen des Bären (zum Thema Nase sticken siehe Artikel in diesem Heft).

Die Ohren werden in der gewünschten Position mit Nadeln am Kopf festgesteckt. Ist es die richtige Position, kann man sie mit Matratzenstich festnähen. Mit Positionsaugen oder Stecknadeln wird die richtige Augenstellung fixiert. Haben die Augen die richtige Position, fädelt man das so genannte sehr feste Augengarn (doppelt) in eine Bärennadel und sticht es von der gewünschten Augenposition (am besten vorher noch mit der Aale vorstechen) bis an den unteren hinteren Halsbereich. Mit dem verbleibenden Faden wird erst das Glasauge aufgefädelt, dann den Faden nochmals durch den Kopf stechen, um nahe am vorherigen Austritt des Fadens herauszukommen. Dann ist das Auge in die kleine (vorher gebohrte) Öffnung fest einzuziehen. Der Faden wird hinten fest verknotet und vernäht.

Material

2 Pappscheiben für den Kopf 30 mm
4 Pappscheiben für die Arme 30 mm
4 Pappscheiben für die Beine 30 mm
5 T-Splinte
10 Metall-Beilagenscheiben
1 Paar Glasaugen mit Öse 9 mm
Nasengarn (dünnes Perlgarn)
Augengarn (sehr reißfest)
Füllwatte oder Schafwolle
Stahlgranulat für die Füße
Evtl. Stahlgranulat in einem kleinen
vorbereiteten Leinensäckchen für den Bauch)

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