­Ricarda ­Thiesens Krambambuly-Bären

Großmutters Geschenk

2. Dezember, 2016 - Kategorie: Aktuell, Teddy- und Plüschtierwelten
­Ricarda ­Thiesens Krambambuly-Bären

­Ricarda ­Thiesen ist nicht nur als Teddykünstlerin bekannt, sondern auch als Fotografin, Sängerin und Wassersportlerin erfolgreich. Den Grundstein für ihre Bärenmacher-Karriere legte ihre Großmutter, die ihr als Glücksbringer zum Abitur einen antiken Minibären schenkte, den sie bereits viele Jahre bei sich getragen hatte.

In Niebüll, auf dem Festland vor der Insel Sylt geboren, bekam ­Ricarda ­Thiesen bereits zu ihrer Geburt einen Steiff-Bären geschenkt. „Der innige Bezug zu Teddybären wurde mir also buchstäblich in die Wiege gelegt. Meinen Werdegang konnte damals ja niemand voraussehen, aber im Nachhinein betrachtet, war es doch ein eindeutiges Zeichen. Der Zotty von damals sitzt noch heute auf meinem Nachttisch“, schmunzelt sie.

Zeitlose Wertigkeit

Als Künstlerin stieg ­Ricarda ­Thiesen im Jahr 2000 in die Bärenszene ein. „Teddys herstellen ist ein heiß­geliebtes Hobby, das mich seit Beginn meines Studiums begleitet. Ein wunderbarer Ausgleich zu meinen sportlichen und musikalischen Aktivitäten. Auslöser war seinerzeit ein Glücksbringer, den mir meine 1909 geborene Großmutter vor der Abiturprüfung schenkte“, erklärt die Bärenmacherin. Es handelte sich um einen kleinen Teddybären, den sie immer in ihrer Handtasche bei sich trug. Sie selbst hatte ihn als junge Frau ebenfalls geschenkt bekommen. „Ich war beeindruckt, dass sie dieses antike Stück so lange mit sich geführt hatte. So entstand bei mir der innige Wunsch, auch etwas zu erschaffen, das über so lange Zeit wertgeschätzt wird. Etwas, das gar das eigene Leben überdauern kann. Ein faszinierender Gedanke, der mich nicht mehr losließ“, ergänzt ­Ricarda ­Thiesen fröhlich.

Trotz dieser Begeisterung hat sie am Ende ihres Studiums Nadel und Faden für einige Zeit komplett zur Seite gelegt. Die Staats­examensprüfungen, die Geburt ihrer Tochter Runa vor fünf Jahren und ihre Aktivitäten als Sängerin in der Sönke-Sievers-Band ließen keine Zeit mehr für die Kuscheltiere. Auch aktuell fordert der Hauptberuf – ­Ricarda ­Thiesen unterrichtet Deutsch als Fremdsprache und Musik – seinen Tribut. Trotzdem nimmt sich die aktive Frau Zeit für ihre Fellkreationen, die sie unter dem Namen ­Krambambuly vermarktet.

Naturalismus und Klassik

„Nachdem ich nach der selbstverordneten Teddy-Pause meine kreative Arbeit wieder aufnahm, verlangte es mir nach einer Veränderung, denn auch ich selbst hatte mich verändert. Insofern bearbeitete und wandelte ich mein Bärendesign komplett. Vom eher klassischen, eindeutig von Steiff inspirierten Design, wechselte ich mehr und mehr hin zur Gestaltung naturgetreuer Bären.“ Ergänzend fügt sie hinzu: „Ein Krambambulybär soll naturrealistische Züge besitzen, aber dennoch das knuddelige, gemütliche ­Erscheinungsbild eines klassischen Teddybären ausstrahlen.“
­Ricarda ­Thiesens Kreationen sind allesamt Unikate, hergestellt aus hochwertigem Alpaka in Kombination mit synthetischen Stoffen. Bestaunen kann man die Einzelstücke auf der Krambambuly-Homepage, wo sie formvollendet und stimmungsvoll in Szene gesetzt werden. „Die Fotografie und das Bärenmachen sind ja zwei Hobbys, die sich gegenseitig hervorragend beleben“, findet die Lehrerin.

Ergänzend zeigt ­Ricarda ­Thiesen ihre Arbeiten auf Ausstellungen im norddeutschen Raum, reist aber auch überregional zu namhaften Messen. „Bei meiner Premiere auf der ­TEDDYBÄR ­TOTAL in Münster wurden Sammler aus dem In- und Ausland auf Krambambuly aufmerksam und es folgte sogar eine Einladung nach Japan. Die Präsentation meiner Unikate auf dem asiatischen Kontinent war ein aufregendes und schönes Erlebnis, von dem reichlich wunderbare Erinnerungen bleiben.“

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